About
Carina Kitir (*1989) lebt in den sanften, windumschlungenen Hügeln des Weinviertels bei Wien. Sie fotografiert, schreibt, denkt, sammelt – und formt aus Eindrücken, Materialien und Worten. Ihre Aufmerksamkeit gilt dem Dazwischen, den filigranen Verschiebungen, den stillen Dingen.
All ihrer Arbeit liegt die bildhauerische Geste zugrunde. Sie sieht ihre Umgebung wie eine Skulptur, die man formen, ordnen und immer wieder von neuen Seiten betrachten kann. So bringt sie das Verborgene ans Licht – etwas, das schon da ist, aber bisher unsichtbar war.
Schon als Kind war sie erfüllt von einem Staunen über Menschen – was sie sind und wie sie sind, was sie tun und was sie sich erzählen. Dieses Interesse führte sie zum Studium der Publizistik und Kommunikationswissenschaft an die Universität Wien sowie zum Studium Informationsdesign an die FH Joanneum in Graz.
2022 gründete sie Abertausend – eine persönliche Sammlung von Dingen, Möbeln, Kunstobjekten. Sie fotografiert die Stücke, schreibt Zeilen dazu, stellt sie in neue Zusammenhänge. Sie interessiert sich dafür, wie Licht, Raum, Zeit und Material zusammenwirken. Und wie sich Menschen in Objekten einschreiben – in Abnutzung, Anordnung und in einem Griff, der nie verstummt.